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Industrieschweine aus Haßleben

Marco Neuber am Sonntag, 19.03.2006 um 3:55 pm

Etwas befremdlich verfolge ich die Debatte um eine Schweinemastanlage in Haßleben. Besonders stört mich der Ausdruck Industrieschwein. Ich esse gerne Fleisch, wenn ich aber an solche Massenhaltung denke wird mir schlecht. Offenbar macht sich niemand aus den Reihen der Initiative Pro Schwein Gedanken darum. Die Argumente nehmen keinerlei Bezug auf die Tiere:


In der DDR hat es mehr als zehn Millionen Schweine gegeben, und wir sind auch nicht im Vieh erstickt.” Rehhahn rechnet vor, wie dringend die mageren Böden des Ostens der Schweinegülle bedürften. Die Landwirte der Uckermark hätten sich um Abnahmeverträge regelrecht gerissen. Die ammoniakhaltige Luft, der beißende “Stallgeruch” werde mit einem neuartigen Filtersystem gereinigt, die Gülle in Biogasanlagen zur Energiegewinnung genutzt. Rehhahn versichert, er wolle “Kreisläufe wieder in Gang bringen”. Öffentliche Förderung werde nicht in Anspruch genommen.

Die Initiative Kontra Indrustrieschwein kämft gegen die geplante Massentierhaltung phantasievoll an:

Sonntags laden sie zum “Free the pigs”-Festival in die St.- Thomas-Kirche in Kreuzberg ein. Im Namen der Freiheit der Schweine trug dort etwa vergangene Woche die Berliner Schauspielerin Angela Winkler (“Die verlorene Ehre der Katharina Blum”) Gedichte vor.

aufgelesen bei: Berliner Morgenpost

2 Kommentare auf “Industrieschweine aus Haßleben”

  1. Marco Neuber
    Sonntag, 19.03.2006 17:56
    1

    Ein weiterer Artikel der sich ausführlicher mit dem Thema beschäftigt aus der Welt: http://www.welt.de/data/2006/03/18/861452.html

  2. Marco Neuber
    Sonntag, 26.03.2006 18:57
    2

    Soeben gefunden: http://www.kontraindustrieschwein.de/

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