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Selbstausbeutung kann Handwerk nicht retten

Marco Neuber am Donnerstag, 24.11.2005 um 12:39 pm

Erst heute morgen habe ich im RBB über drohende Insolvenzen im Handwerk gehört. Hier ein Link in das Archiv. Dann kam gestern eine Meldung über eine neue Auktionsseite auf der sich Dienstleister im Preis unterbieten. Ich habe schon einmal über eine solche Plattform geschrieben

Wo soll das hinführen? Meiner Meinung nach kann nur ein brauchbarer Mix aus einer guten Idee, guter Werbung, Kundenbindung und Mehrwert für den Kunden helfen.

Ein schönes Beispiel
Ein Malermeister spezialisiert sich auf die Zielgruppe 50+. Die Bedürfnisse sind hier klar. Die Wohung soll renoviert werden und man will keine Arbeit haben. Der Maler kümmert sich nicht nur um Tapete und Farbe, sondern er besorgt für die Dauer der Arbeiten auch ein Hotel und das Essen. So ist der Kunde gut aufgehoben und kann sich direkt auf die renovierte Wohung freuen. Klug!

Stattdessen unterbieten sich viele im Preis
Über steigende Kosten für Handwerker und Preisdumping findet sich ein Artikel auf dem MittelstandsBlog.DE: Selbstausbeutung kann Handwerk nicht retten

Ein Kommentar auf “Selbstausbeutung kann Handwerk nicht retten”

  1. Michael J.M. Lang
    Donnerstag, 24.11.2005 13:03
    1

    Das Beispiel mit dem Malermeister ist ausgezeichnet, nicht nur als Beispiel für innovative Ideen, sondern weil es gleich einen zweiten Übelstand samt Lösung beschreibt:

    Es gibt seit Jahren eine Zielgruppe mit Bedürfnissen, die wider alle Vernunft von Firmen aller Art und Branchen permanent ignoriert wird, die jungen Senioren (Generation zwischen 50 und Seniorenheim).

    Ich habe dazu für die Chip Inside mal einen Artikel geschrieben: http://www.mila-gmbh.de/textarchiv/art0105.html. Glücklicherweise bahnt sich hier ein Wandel an, wie ja auch das Beispiel des Malers beweist.

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